Ist eine Wohngebäudeversicherung notwendig?

Ob eine Wohngebäudeversicherung notwendig ist, hängt von Ihrem Vermögen ab. Sie ist in Deutschland keine Pflichtversicherung mehr. Sie ist jedoch immer sinnvoll, da die zu zahlende Prämie in keinem Verhältnis zum Verlustrisiko steht.

Die Wohngebäudeversicherung (WGB) sollte daher jeder Hauseigentümer haben. In der Regel fordert diesen Versicherungsschutz auch eine finanzierende Bank. Sie schützt vor den Folgen von Schäden durch Feuer, Sturm, Hagel und Leitungswasser. Eine solche kombinierte oder verbundene Wohngebäudeversicherung ist die gängigste Lösung.

Wohngebäudeversicherung notwendig bei Eigentumswohnung?

Bei Eigentumswohnungen wird die Gebäudeversicherung von der Hausverwaltung abgeschlossen.
Neben der Regulierung der genannten Schäden durch Feuer, Sturm, Hagel oder Leitungswasser, kann diese Versicherung auch die entgangene Miete (bei vermieteten Objekten) bzw. bei selbstbewohntem Wohneigentum die zu zahlende Miete für eine Übergangs- oder Ersatzwohnung (befristet) übernehmen/ ersetzen.

Benötigte Versicherungssumme

Die Frage nach der notwendigen Versicherungssumme einer Wohngebäudeversicherung lässt sich nicht so ohne weiteres beantworten. Meist wird hier der „gleitende Neuwert“ angesetzt. Dem gleitenden Neuwert liegt eine komplizierte Berechnung zugrunde. So ist gewährleistet, dass sich die Höhe Ihres Versicherungsschutzes immer auf dem aktuellen Stand befindet und sich jährlich anpasst. Die Versicherungssumme verändert sich dabei laufend entsprechend dem Baukostenindex. Als Grundlage zur Berechnung dient meist der sogena Wert 1914.
Die Höhe Ihrer Versicherungsprämie ist dabei von der Bauweise des Hauses, Leitungswasser- und Sturmzonen abhängig. Am günstigsten sind dabei massiv gebaute Häuser mit hartem Dach, teurer sind Häuser in Leichtbauweise (Fertigbau) oder aus Holz und vor allem solche mit reetgedecktem Dach.

Feuerrohbauversicherung

Eine besondere Form der Wohngebäudeversicherung ist die Feuerrohbauversicherung, die in aller Regel kostenlos ist. Sie wird bei Baubeginn abgeschlossen und deckt Feuerschäden am Bau ab, bis die Bezugsfertigkeit hergestellt ist und geht dann in die Wohngebäudeversicherung über. Aus diesem Grund wird sie bei der Gesellschaft abgeschlossen, die dann auch die Wohngebäudeversicherung übernimmt. So werden bereits bei Abschluss der Feuerrohbauversicherung sämtliche Risikomerkmale für die spätere Wohngebäudeversicherung erfasst, um das optimale Versicherungskonzept zu ermitteln.

Bildquellen

  • Wohngebaeudeversicherung vergleichen: Fotolia: 52024483 - familie im haus © drubig-photo