Teil 5 Serie Finanzwissen: Aktien und Renten

Finanzwissen Aktien und Renten Teil 5

Aktien langfristig ertragreicher als Renten

Sind Aktien langfristig ertragreicher als Renten? Die klare Antwort auf die Frage ist: JA!

Um zu verstehen, warum dies so sein muss, sollten Sie einige grundlegende Zusammenhänge kennen. Was sind denn die wesentlichen Unterschiede zwischen Aktien und Renten (Anleihen)?

Als erstes müssen Sie wissen, was sind Aktien und was sind Renten (Anleihen) und was ist die Stellung eines Aktionärs und was die eines Anleihegläubigers.

Aktionär = Mitinhaber versus Anleiheinhaber = Gläubiger

Aktien sind Anteile an Unternehmen und damit auch am Unternehmensgewinn. Dagegen sind Renten (Anleihen) genau genommen nichts anderes als ein Kredit, den der Anleger (Käufer der Anleihe) dem Unternehmen (Emittent und Schuldner der Anleihe) gewährt. Gewinne von Unternehmen müssen jedoch fundamental höher sein als die Refinanzierungskosten. Deswegen müssen Aktien langfristig ertragreicher sein als Anleihen!

Aktien schwanken kurzfristig stärker als Renten

Nun sind die Werte von Aktien durch Einflüsse an den Börsen kurzfristig stärkeren Schwankungen ausgesetzt als Rentenwerte. Langfristig gesehen haben Aktien jedoch den größten Wertzuwachs, da sie mittelfristig und langfristig mit der Profitabilität der Unternehmen zusammenhängen.

Fundamental müssen Aktien mehr Ertrag erwirtschaften

Der Zins, den der Anleger für die Anleihe erhält, kann im Einzelfall und für eine gewisse Zeit auch über dem Gewinn eines Unternehmens liegen. Fundamental muss es jedoch so sein, dass die Gewinne der Unternehmen höher sind als diese Kreditkosten. Andernfalls wäre das spezifische Unternehmen nicht in der Lage dauerhaft wirtschaftlich zu überleben. Dies tritt im alltäglichen Leben tatsächlich auch ein, so dass hier der Risikostreuung eine große Bedeutung zukommt.

 

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